Optimaler Wärmeschutz bei Altbauten im Winter (Dämmung)


Deutliche Wärmeverluste sichtbar im Bereich der Rollladenkästen eines Reihenhauses.
Sichtbare Wärmeverluste einer Gebäudfront.

Die Energieeinsparverordnung 2014 (Verschärfung 2016) betrifft auch den Bestandsbau und betrifft alle Räume in Gebäuden soweit sie beheizt oder gekühlt werden. Auch an die Dichtigkeit und den Luftwechsel stellt die Energieeinsparverordnung Anforderungen.

 

Dass die Energieverluste an Gebäuden, gerade im Bestand, minimiert werden müssen steht nach meiner Meinung außer Frage. Die Frage, die sich stellt ist: wie erreiche ich mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand die angestrebte Energieeinsparung? Allein um in diesem finanziellen vertretbaren Aufwand zu bleiben ist es nicht ratsam, Dämmmaßnahmen im Bestandsgebäude aus dem "Bauch heraus" zu entscheiden. Zu hinterfragen ist auch noch, wie sich der Klimawandel in Zukunft auf den winterlichen Wärmeschutz auswirken wird. Es ist unabdingbar sich ausreichend zu informieren.

 

Wie gehe ich nun die Sache mit der Wärmedämmung an, wen frage ich, wo kann ich mir Hilfe holen? Ansprechen sollten Sie immer Fachleute, die über eine ausreichende Erfahrung mit Bestandsbauten verfügen. Zu diesen zählen erfahrene Energieberater, Baubiologen aber auch eingesessene alte Handwerksbetriebe können Ihnen sicherlich weiterhelfen. Wenn Sie weitreichende bauliche Veränderungen durchführen möchten, müssen Sie unter Umständen auch noch einen Architekten, Statiker hinzuziehen.

 

Meiner Erfahrung nach sollten Sie sich, bevor sie die entsprechenden Fachleute kontaktieren, schon über folgende Punkte Gedanken gemacht haben!

  • Welches Budget steht mir zur Verfügung (inklusive eventueller Förderungen).
  • Möchte ich unter ökologischen oder unter ökonomischen Gesichtspunkten, ober beiden Gesichtspunkten mein Gebäude energetisch verbessern.
  • Muss es immer der dickste Dämmstoff sein oder geht es auch etwas dünner?
  • Welchen energetischen Standard soll das Gebäude nach der Sanierung aufweisen?     
  • Ist es vielleicht sinnvoll,  dass Gebäude über einen kalkulierbaren Zeitraum in einzelnen Schritten energetisch zukunftsfähig aufzustellen?
  • Wenn eine neue Heiztechnik geplant wird, sollten Sie auf jeden Fall prüfen ob es im Rahmen der energetischen Sanierung möglich, ist auf regenerative Energien umzustellen.

Diese Gedanken sind sicherlich nicht abschließend, doch wenn Sie diese Fragen für sich schon geklärt haben gehen Sie gut vorbereitet in die notwendigen Gespräche. Und denken Sie daran, auch bei diesen Maßnahmen ist der Kunde König, sie bestimmen was sie machen möchten. Sie sollten allerdings auch offen gegenüber Einwendungen der Fachleute sein, wenn es aus bautechnischen oder bauphysikalischen Gründen nicht möglich ist die Sanierung in dem von Ihnen gewünschten Schritten durchzuführen.

 

Bitte denken Sie auch daran, mit Dämmmaßnahmen an Außenbauteilen erhöhen Sie auch immer die Behaglichkeit innerhalb des Gebäudes. In Abschlussgesprächen mit meinen Kunden bekomme ich immer wieder mitgeteilt, dass sich die Behaglichkeit innerhalb der Räume durch die Dämmmaßnahmen enorm verbessert hat.