Auch in Neuss gilt die Fördervoraussetzung der KfW!


Neue Heizung + KfW Förderung = Pflicht zum hydraulischen Abgleich !

Muss der hydraulische Abgleich nun durchgeführt werden oder nicht?

Ich bin schon seit Jahren ein Verfechter des hydraulischen Abgleichs. Was verbessert sich nach dem hydraulischen Abgleich an Ihrer Heizung im Bestand- oder Neubau in Neuss? Die folgenden Punkte sollen die Verbesserungen beschreiben.

  • Die Heizkörper werden alle mit der erforderlichen Wassermenge versorgt, die sie benötigen um den Räumen die erforderliche Wärme zuzuführen. Die Räume werden nicht mehr überheizt und die entstehende Wärme nicht weggelüftet.
  • Die Pumpenleistung der Heizkreispumpe wird nach den Berechnungen eingestellt und die Pumpe verbraucht bedeutend weniger Strom. 
  • Wenn vorher Fließgeräusche vorhanden waren, sind diese nach einem hydraulischen Abgleich für gewöhnlich nicht mehr vorhanden. 
  • Eine schlechte Regelbarkeit der Heizungsanlage wird verbessert.
  • Eine Einsparung an Endenergie. Dies ist mittlerweile auch eindeutig nachgewiesen.

Trotz dieser Vorteile stelle ich bis heute fest, dass die Akzeptanz beim Kunden gering ist. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Was ich in meinen Kundengesprächen an Argumenten gegen den hydraulischen Abgleich zu hören bekomme, kann man so wiedergeben:

  •  Zu teuer!
  •  Ich habe im Internet gelesen, dass kostet nur und bringt keine Energieeinsparung.
  •  Mein Heizungsbauer hat gesagt, dass ist alles Quatsch. 
  •  Der Aufwand ist zu groß.

Bedenklich fand ich die Aussage eines Kunden, der von keinem Heizungsbauer die Auskunft bekam, dass der hydraulische Abgleich weder sinnvoll ist, geschweige denn irgendeine Energieeinsparung bringen würde. Der hydraulische Abgleich ist in verschiedenen Regelwerken verankert. Zu diesen Regelwerken gehören:

  • VOB/C DIN 18380
  • Die aktuelle Energieeinsparungsverordnung
  • Die DIN EN 4701-10 

Bei Inanspruchnahme von Fördergeldern durch die KfW oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist diese bei Erneuerung von Heizungen Förderungsvoraussetzung. Bei der KfW auch noch unter anderen Bedienungen. Somit kann festgehalten werden, das hydraulisch nicht einregulierte Heizungsanlagen bei Neubau oder Austausch nicht "den anerkannten Regeln der Technik" entsprechen.

Im Bestand wird der hydraulische Abgleich zur Zeit vom BAFA gefördert, die Voraussetzungen können Sie auf den Seiten des BAFA einsehen. 

 

 


Was leiste ich im Rahmen einer Heizungssanierung für Sie?

Im Rahmen von Gebäudesanierungen berechne ich grundsätzlich, bei einer Erneuerung der Heizung, das neue Rohrnetz und die Heizkörper über detaillierte Einzelnachweise wie, Heizlast nach 12831 NA, Berechnung der erforderlichen Heizkörper bei geringster Vorlauftemperatur (abhängig von Dämmstandard des Gebäudes), komplette Rohrnetzberechnung und hydraulischer Abgleich. 

 

Die Beschreibung der Durchführung eines hydraulischen Abgleiches von Bestandsanlagen (förderfähig) beschreibe ich im nächsten Abschnitt. Die Berechnungen zum hydraulischen Abgleich führe ich in Moers, Krefeld, Duisburg, Düsseldorf, Kamp-Lintfort und deren Umgebung für Sie durch.

Bei Fragen zum hydraulischen Abgleich rufen Sie mich an unter 02845-290444


Ablauf des hydraulischen Abgleiches einer Heizungsanlage.

An dieser Stelle möchte ich den Ablauf eines hydraulischen Abgleichs, anhand eines von mir begleiteten Objektes in groben Schritten wiedergeben. Es handelt sich um ein Bestandsgebäude.

Projekt: Es handelt sich um den Einbau einer neuen Gas-Brennwertheizung mit einer solaren Unterstützung der Brauchwassererwärmung. Angemerkt werden muss hier, dass ein Programm der KfW genutzt wurde und der hydraulische Abgleich in diesem Fall durchgeführt werden musste. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Doppelhaushälfte aus den 50er Jahren, das Dach wurde schon gedämmt und bei den Fenstern handelt es sich um Kunststofffenster mit Isolierverglasung. Ansonsten befindet sich das Gebäude noch im Original Zustand. Am Gebäude waren keine offensichtlichen Schäden erkennbar.


1.  Der Kunde nahm mit mir Kontakt auf, die vorhandene Heizung sei in die Jahre gekommen, aber von den Abgaswerten her noch OK. Es handelte sich um einen Niedertemperaturkessel als Bodenstehender Gaskessel. Die Leistung der Kessels betrug 13 KW und war damit leicht überdimensioniert. Der Keller war in diesem Fall ebenfalls beheizt. Im Erdgeschoss ist das Gebäude in allen Räumen, bis auf das WC, mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Im Obergeschoss sind Heizkörper vorhanden. 

2.  Nachdem ich vom Kunden die verfügbaren Pläne zur Verfügung gestellt bekommen habe, die von mir ergänzt wurden, habe ich mit den Berechnungen begonnen. Für die Berechnung des hydraulischen Abgleichs kommen zwei Verfahren in Frage. Man Unterscheidet zwischen Verfahren A und B. Beim Verfahren A wird die Heizlast über die Wohnfläche bestimmt. Das heißt, man schätzt die Heizlast pro m² oder bedient sich Tabellen wo die Heizlast der verschiedenen Gebäudearten nach Alter aufgeführt sind. Ich möchte nicht näher auf dieses Verfahren eingehen, da ich dieses ablehne und auch nicht anbiete. Beim Verfahren B wird das Gebäude detailliert aufgenommen. Ich bilde das Gebäude im 3D Modellverfahren ab wobei ich wenn möglich die Bauteile vor Ort genau erfasse. Bei dieser Methode wird auch das Gebäudevolumen ermittelt. Auch die Lüftungswärmeverluste werden berücksichtigt. Nach Übergabe des Gebäudemodelles erhält man auch die Heizlast, die zur Bestimmung des neuen Kessels benötigt wird. Diese Daten sind wesentlich belastbarer als die nach Verfahren A.

3.   Währen der Aufnahme der Gebäudedaten, habe ich auch die vorhandenen Heizkörper detailliert aufgenommen. Die Abstände der Fußbodenheizung sind natürlich nicht ganz einfach zu bestimmen. Zu erwähnen ist noch, dass hier zwei Heizkreise vorhanden sind. Die Berechnung der nötigen Voreinstellungen an den Ventilen, Pumpenförderhöhe berechne ich zu "Fuß" mit einen Excelblatt. Es gibt hier auch geeignete Softwareprogramme, aber ich rechne lieber selber. Probleme kann es geben, wenn ein Heizkörper die Leistung für einen Raum nicht zur Verfügung stellen kann, da er zu klein Dimensioniert wurde. Das Problem was sich daraus ergibt ist, dass dieser Heizkörper mit zu hoher Temperatur betrieben werden muss um den Raum auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen. Dieser Heizkörper ist dann maßgebend für die Vorlauftemperatur, die dann natürlich zu hoch ist. Somit kann es immer wieder vorkommen, dass es nötig wird den einen oder anderen Heizkörper zu ersetzten. Dies war auch hier so. Ein Brennwertbetrieb ist nur sichergestellt, wenn die Rücklauftemperatur in der Summe kleiner 57°C (Gas) ist. Im Anschluss wurde dann die neue Heizung eingebaut und die Heizkörper und der Verteiler der Fußbodenheizung mit den entsprechenden Ventilen ausgestattet.

4.   Die Heizlast des Gebäudes lag bei ca. 12 kW (Keller beheizt). Moderne Brennwertgerät bieten die Möglichkeit die Leistung zu drosseln. Hier wurde die Heizleistung von Heizungsbauer zunächst auf 10 kW gedrosselt. Es ist zu vermeiden, dass Brennwertgeräte takten. Das Gerät ist so einzustellen, dass ausreichende Laufzeiten pro Brennerstart erreicht werden. Um zu prüfen, wie lange die Heizung pro Brennerstart läuft, installiere ich Datenlogger an den Vor- und Rückläufen. Das Datenblatt mit den Brennerstarts bei einer gedrosselten Leistung von 10 KW sah wie folgt aus! Es wurden ca. 43 Brennerstarts ausgelesen. Dies bei einer durchschnittlichen Brennerlaufzeit von 6 Minuten. (Hinweis: Der Schornsteinfeger erfasst die Werte, nachdem er die Heizung in den Schornsteinfegermodus versetzt hat und eine gewisse Abgastemperatur erreicht ist. Diese wird nach ungefähr 6 Minuten erreicht. Somit sollte die Brennerlaufzeit deutlich über 6 Minuten liegen!

5.  Im nächsten Schritt wurde die Leistung auf 8 kW gedrosselt. Es zeigt sich schon ein erfreulicheres Bild der Brennerstarts und Laufzeiten. Die Brennerstarts lagen bei 5-6 pro Tag. Die Laufzeit betrug fast immer mehr als 2 Stunden. Mit diesen Einstellungen wird die Anlage zurzeit betrieben.